Fib's Familien in Begleitung

Förderung, Behandlung

Unsere Räumlichkeiten

Seit April 2010 können wir die Frühförderung als Einzel- und Gruppenangebote in unseren neuen Räumen am Dreescher Markt 2 anbieten. In 2 unterschiedllich eingerichteten Räumen sind wir nun in der Lage auf motorische und kognitive Bereiche besser einzugehen. Auch Kleingruppenarbeit für die Förderung von Bewegung und Sozialverhalten kann nun endlich ohne großen Aufwand stattfinden.

Für uns ist es wichtig, dass die Familien uns gut erreichen können und unsere Frühförderstelle kennen. Gerade für die Familien im Ost/ Westteil der Stadt und der Stadtmitte sehen wir die Lage am Dreescher Markt als großen Vorteil.

Weiterhin bleibt die Hausfrühförderung für Familien mit entwicklungsverzögerten Kindern der Schwerpunkt unserer Arbeit.

Im Zentrum der Frühförderung steht die mobile und ambulante Förderung in spielerischem und kindgerechtem Ansatz (Häuslichkeit, Kita, Praxis oder bei uns) im Vordergrund. Überwiegend erfolgt eine Einzelförderung. Eine (feste) Frühförderin betreut hierbei ein Kind meist einmal wöchentlich ca. 45 min. - 60 min.
Unser Ansatz ist ressourcenorientiert. Dieser setzt  an den Stärken des Kindes an. Defizite stellen wir  nicht in den Mittelpunkt.
Den besonders wichtigen Austausch mit Kita und Eltern versuchen wir in persönlichen Gesprächen zu organisieren. Andererseits führen wir Hefte, in denen die Inhalte und die Überlegungen zur Förderung beschrieben werden. Berichte schreiben wir regelmäßig nach ¼ bis ½  Jahr, außerdem bieten wir zusätzliche Gespräche zur Entwicklung für alle beteiligten Personen (Eltern, Kita, Therapeuten, Tagesmütter…). Wöchentlich werden „Fallbesprechungen“ im Team mit Pädagogen, Therapeuten und Ärztin zum Finden neuer Ansätze durchgeführt.

Förderbereiche

Förderung der Sprachentwicklung

Gemeinsam mit dem Logopäden werden die Ursachen der auffälligen Sprachentwicklung gefunden. So kann die Hörwahrnehmung beeinträchtigt sein, die Mundmotorik, die Sprachverarbeitung u.a.m.. In der Förderung finden nun viele verschiedene Ansätze über Pusteübungen, Bücher, Instrumente ihren Platz um das Kind in der allgemeinen Sprachentwicklung zu fördern. Diese Sprachentwicklungsförderung wird in die heilpädagogische Förderung integriert und findet so besondere Beachtung. Gerade in Hinblick auf die Sprachentwicklung wird es 2009 intensive Fortbildungen, für die Mitarbeiterinnen der Frühförderung und die Eltern geben. Wir hoffen somit, gemeinsam mit Eltern und Erzieherinnen, der für die weitere Entwicklung so bedeutenden guten sprachlichen Entwicklung besser Rechnung tragen zu können. Die Kinder werden zusätzlich von logopädischer Seite regelmäßig überprüft und bei bedarf auch therapiert.

Förderung der Motorik

Die motorische, oder Bewegungsentwicklung, erfolgt über die ganzen Körperbewegungen und die differenzieren Körperbewegungen. Die Grobmotorik bildet oft die Basis für Körperwahrnehmung und andere Entwicklungsbereiche. Spezielle Angebote bieten Möglichkeiten für die Gleichgewichtsentwicklung, die Wahrnehmung der Muskeln und Gelenke und die Tastwahrnehmung über die Haut. Gerade, wenn Kinder im Alltag wenig Raum bekommen sich körperlich zu entwickeln, greift Frühförderung diesen Mangel auf und gibt den Kindern den notwenigen Raum und Inhalt dazu. Gerade im Vorschulbereich kommt der Motorik der Hände eine größere Bedeutung zu. Das differenzierte Greifen und Bewegen der Finger in Verbindung mit dem Sehen können innerhalb der Förderstunde probiert und geübt werden. Spezielle Bastelangebote oder Vorlagen unterstützen diese Angebote. Bei ausgeprägten Defiziten ist es oft notwendig und sinnvoll die Therapieangebote von Ergotherapie und Physiotherapie zu nutzen, um gezielt mit dem Kind zu arbeiten. Beide Behandlergruppen sind in unserem Team und unterstützen die Arbeit der Frühförderung.

Förderung der Wahrnehmung

Jeder Mensch nimmt die Umwelt und sich selbst über seine Sinne wahr. Das Hören, Sehen, Tasten, Riechen, Schmecken sind die wesentlichen Sinne, die Kinder benötigen um sich entwickeln zu können. Für die Frühförderung ergibt sich hier ein breites Betätigungsfeld. Häufig sind Kinder in  einen oder mehreren  Wahrnehmungen blockiert. Sie können Sprache nicht gut wahrnehmen oder sie sind nicht in der Lage Gesehenes abzuspeichern. Andere sind sehr empfindlich, was das Tasten angeht und sind kaum in der Lage sich mit Material auseinanderzusetzen. In der Frühförderung müssen deshalb alle Sinneswahrnehmungen  gefördert werden, so dass Kinder ihre Umwelt und sich selbst in guter Qualität wahrnehmen und sich damit auf neue Entwicklungsstufen begeben können.

Denken

Die Erfahrungen die Kinder zum Denken benötigen werden über die vorher beschriebenen Bereiche angeboten. In einem nächsten Schritt geht es dann darum Kindern Situationen auszusetzen die eine Lösung erfordern. Das können einfache und komplexe Aufgaben sein. Durch das Spielen mit bestimmten Materialien erleben Kinder Zusammenhänge, wiederholen das Spiel und bestätigen die Zusammenhänge. Wenn in einem anderen Zusammenhang dem Kind diese Lösung erneut einfällt, ist ein wesentlicher Prozess in Gang gesetzt. Die Frühförderin bietet dem Kind immer Material an, mit dem es sich eigenständig auseinandersetzen kann, so dass Denkprozesse innerhalb der Förderstunde immer unterstützt werden.

Verhalten

In der Einzelsituation erlebt die Frühförderin das Kind kaum im Zusammenspiel mit anderen Kindern. Sie gibt dem Kind einen klar strukturierten Rahmen innerhalb der Förderstunde. Das Kind lernt, sich an die geltenden Regeln anzupassen. Die Frühförderin bestärkt positives Verhalten des Kindes und gibt ihm eine Rückmeldung bei unangemessenem Verhalten. Das Kind lernt damit in der Förderstunde sein Verhalten zu regulieren. Gerade in Bezug auf das Verhalten von Kindern, ist eine Beratung der Eltern oder der Kita sinnvoll. Im Alltag ist es wichtig, dass das Kind lernt welches Verhalten akzeptiert wird und welches Verhalten stört. In den Beratungen können wir uns dabei eng am Erziehungsprogramm „Triple P“(www.triple-p-schwerin.de) orientieren.